Die Welt des Parfüms

Sympathie und Antipathie

Spätestens seit Patrick Süskinds Roman "Das Parfum", der 2006 von Tom Tykwer verfilmt wurde, wissen wir wie bedeutend Düfte und Gerüche in unserem Leben sind. Natürlich nicht auf die Art und Weise wie wir das durch den Protagonisten Grenouille erzählt bekommen, der für die Herstellung des besten Geruches der Welt das Leben von vierundzwanzig Frauen und letztlich auch sein eigenes opfert. Trotzdem erfährt man in der Geschichte viel über die Welt der Gerüche und welche Macht diese auf uns auszuüben im Stande sind.

Beim Lesen erwischt man sich des öfteren selbst dabei, dass man plötzlich empfänglicher wird für die Gerüche, die uns umgeben. Süßes und Abstoßendes riechen wir und es wird einem klar, wie manipulierbar der Mensch alleine durch den Geruch ist. Das ist auch der Grundgedanke eines jeden Parfums, das erfunden wurde. Vielleicht nicht so sehr die Manipulierbarkeit als solche, aber doch die Wirkung, die es zu erzielen vermag. Sympathie und Antipathie, die wir Menschen gegenüber empfinden, hängt oftmals vom Geruch seines Gegenüber ab.

Daher auch der Ausdruck: "Ich kann Dich nicht riechen." Lernt man einen Menschen neu kennen, dann sollte uns gegenwärtig sein, dass alleine der Geruch des anderen entscheidend sein kann, ob man den Menschen mag und ihn sympathisch findet oder nicht. Hat man also vor, sich mit jemanden zu treffen, so sollte man auf den Geruch, den man trägt, besonders acht geben, hat man sich bisher dem anderen doch nur virtuell zu erkennen gegeben.